Ein gelungener Kompromiß

Das Sigma 2.8/150 HSM Macro

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 Ich hatte mir zuvor das Canon 2.0/135L zugelegt, weil ich hoffte, daß dieses sicher erstklassige Objektiv auch als Macro-Objektiv mit Vorsatzlinse Vorteile mit seinem schnellen Ultraschall-Antrieb bieten könnte. Allerdings war es ein ziemliches "Gefummel" bei jedem 2. Bild die Vorsatzlinse auszupacken - wenngleich die Ergebnisse durchaus mit den eigentlichen Macro-Objektive konkurrieren konnten. Zu diesem Zeitpunkt erschien das neue Sigma 2.8/150 HSM Macro, das ich sehr bald erwarb. Sicher war der AF des 135er noch etwas schneller, optisch gaben sich beide aber schon bei f=2.8 nichts. So verkaufte ich das 135er und behielt das Sigma...

 

 Das Sigma bei voller Öffnung:

1:1-Ausschnitt aus dem oberen Bild:

Das Sigma ist erfreulich handlich, wie im Vergleich mit dem Tamron 180 im Bild rechts zu sehen ist. Der AF ist für verschiedene Einstell-Entfernungen begrenzbar, um ihn zu beschleunigen, auch ohne diese Begrenzung ist er erfreulich fix - nach dem 100er Canon dürfte dies der schnellste Makro-Antrieb sein. Es wirkt solide gebaut, über das "matte" Finish kann man sich streiten, man sieht jeden Fingerabdruck darauf.

Unschön ist die Sonnenblende, die extrem stramm geht und dabei mit der Zeit den Fronttubus lockert - eine Reparatur wurde dadurch nötig (Garantie-Leistung). Besser und praktisch immer ausreichend ist die metallene Tele-Kurz-Sonnenblende von Heliopan, die auf dem Eingangsbild aufgeschraubt zu sehen ist.

Der Objektiv-Deckel paßt auch auf diese Sonnenblende, so daß das Ganze zusammengebaut in der Foto-Tasche verbleiben kann.

Das größte Manko an Vollformat-Kameras ist ein erhebliches Vignettieren selbst bei f=8, wie im Bild rechts zu sehen. Dies ist aber nur bei annähernd Unendlich-Einstellung zu sehen, nicht im Nahbereich, auch nicht bei normaler Portrait-Entfernung. An Crop-Kameras ist es ohne Belang.

Es harmoniert gut, sowohl mit der 500D und im vollen Nahbereich auch mit zusätzlich adaptierten Elpro von Leica, mann erreicht dann zwischen 2 und 3:1 (an FF), die Bildqualität steht dem MP E65 sicher nicht nach.

Mit der 500D allein ist man mit der 1Ds im idealen Bereich für formatfüllende Bläulinge.

Die optischen Leistungen bleiben durchweg extrem hoch, beste Leistung wird bei etwa f= 4 - 5.6 bereits erzielt.

 

 Mein Fazit:

Es ist mein Lieblingsobjektiv geworden, trotz der sicher vorhandenen Schwächen. Optisch überragend, mit recht schnellem AF auch im gesamten Macrobereich, bietet es von der Brennweite her einen gelungenen Kompromiß zwischen 100 und 180 mm, es ist erfreulich kompakt, ermöglicht aber schon herrliche Freistellung des Objektes.

Noch ein paar Bildbeispiele:

 

1/200 - f=11

 

1:1

 

1/200 - f=14

 

1:1

 

1/200 - f=14

1:1